
Liebesdieb: Deine Frau gehört mir
Clara Whitfield · Laufend · 316.0k Wörter
Einführung
Ich schenkte ihm ein selbstbewusstes Lächeln. „Absolut nicht. Ich würde weit, weit weglaufen und du würdest mich nie wiedersehen.“
Denn ich glaubte immer, ich sei Arthur Williams' einzige und wahre Liebe.
Aber als ich herausfand, dass Arthur ein Kind mit meiner Schwester hatte, wurde mir klar, dass alles von Anfang an Teil eines Plans gewesen war.
Gesagt, getan. Ich verschwand für immer aus seinem Leben.
...
Chloe Brown war Howard Millers größtes Bedauern.
Als er entdeckte, dass Chloe nicht glücklich war, zögerte er nicht, sie Arthur wegzunehmen.
Schon verheiratet? Schwanger von einem anderen Mann? Na und?
Für Howard war und würde Chloe immer die Eine sein.
Kontinuierlich aktualisiert......
Kapitel 1
Arthur Williams beendete eine vierstündige internationale Konferenz und kehrte in die Lounge zurück.
Lässig legte er sein Sakko ab, und das Hemd zeichnete seine feingliedrige, aber kraftvolle Figur perfekt nach. Unter dem Gürtel kamen lange, gerade Beine zum Vorschein.
Gerade als er den obersten Knopf seines Kragens öffnete, hörte er ein leises Geräusch hinter sich.
Sein Blick wurde augenblicklich wachsam und kalt. „Wer ist da?“
Chloe Brown trat mit einem Lächeln aus ihrem Versteck, warf sich ihm in die Arme und schmiegte sich wie ein Kätzchen an seine Brust.
„Überrascht?“
Das Eis in Arthurs Miene schmolz sofort. Er umarmte sie und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn.
„Was führt dich hierher?“
Chloe blickte zu ihm auf, ihre wunderschönen, glasartigen Augen gefüllt mit unzähligen Sternen.
Sie begann etwas schüchtern: „Der Arzt sagt, mein Körper hat sich fast vollständig erholt, und das hier sind meine fruchtbaren Tage. Wenn wir uns genug anstrengen, könnten wir bald gute Nachrichten haben.“
Als sie zu Ende gesprochen hatte, waren die Spitzen ihrer zarten Ohren leuchtend rot geworden.
Sie hatte von Geburt an Schwierigkeiten, schwanger zu werden, und hatte ihren Körper jahrelang reguliert, seit sie sich aus der Unterhaltungsbranche zurückgezogen hatte.
Besonders in letzter Zeit hatte sie jeden Tag bittere Medizin getrunken.
Sie wusste, wie sehr Arthur sich ein Kind wünschte.
Doch vor Kurzem hatte es einige Probleme mit der Niederlassung gegeben.
Er musste sich persönlich darum kümmern, also war sie ihm heimlich gefolgt, in der Hoffnung, dass sie vielleicht gute Nachrichten haben würden.
Chloes Finger malten verspielt Kreise auf Arthurs feste Bauchmuskeln, wanderten dann langsam nach unten und hakten sich in seinen Gürtel ein. Ihr Atem streifte sanft und einladend sein Ohr.
„Das Meeting ist vorbei, oder? Niemand wird uns stören?“
Arthurs Adamsapfel bewegte sich, seine Augen verdunkelten sich vor unverkennbarem Verlangen.
„Niemand wird das. Aber jemand sollte sich darauf vorbereiten, um Gnade zu flehen. Wer das Feuer entfacht, muss es auch löschen.“
Mit diesen Worten hob er Chloe plötzlich an ihrer schmalen Taille hoch und schritt auf das Schlafzimmer zu.
Chloe stieß einen überraschten Laut aus, ihre weichen, blassen Arme schlangen sich fest um Arthurs Hals, während ein verführerisches Lächeln auf ihren Lippen spielte.
Draußen hatte es zu regnen begonnen. Das Fenster stand offen und ließ eine Brise herein, die durch die Pflanzen auf dem Schreibtisch raschelte.
Das unterdrückte Keuchen des Mannes und das leise, gebrochene Stöhnen der Frau bildeten die wundervollsten Noten.
Als es vorbei war, trug Arthur Chloe ins Badezimmer, um sie zu waschen.
Unter dem Licht war Chloes zarte, jadeweiße Haut nun mit rötlichen Abdrücken übersät, so schön, dass es einem den Atem raubte.
Sie war wie eine Mohnblume in voller Blüte, die in der Luft die intensivste Verlockung ausstrahlte.
Süchtig machend bis auf die Knochen.
Arthur säuberte sie sorgfältig, wickelte sie in eine leichte Decke und legte sie auf das Sofa.
„Hungrig? Ich kann meinen Assistenten etwas zu essen hochbringen lassen. Später gehen wir dann richtig essen.“
„Ich bin nicht hungrig.“
Chloe schüttelte den Kopf, doch ihr Blick fiel plötzlich auf einen Lippenstift unter dem Sofa.
Ihre Miene veränderte sich leicht.
Doch in Anbetracht ihrer jahrelangen Zuneigung als Jugendlieben und Arthurs tiefer, hingebungsvoller Liebe zu ihr.
Sie waren beide die schwarzen Schafe ihrer Familien, die Existenz, die jeder verbergen wollte.
Seit ihrer Kindheit waren sie zusammen gewesen, beide aus einer Außenseiterposition kommend, und hatten ihre Jugend Seite an Seite durch unzählige Irrungen und Wirrungen navigiert.
Chloe dachte nicht weiter über den Lippenstift nach – vielleicht hatte ihn eine Kundin während eines Geschäftstreffens versehentlich zurückgelassen.
Aber sie übersah etwas Wichtiges.
Dies war Arthurs private Lounge. Ohne seine Erlaubnis durfte nicht einmal sein Assistent eintreten, geschweige denn weibliche Klienten.
Selbst für Geschäftsgespräche würde man sich an anderen, öffentlichen Orten treffen.
Eine Woche lang verloren sie sich ineinander, probierten verschiedene Orte und Stellungen aus.
Am Ende hatte sie kaum noch die Kraft, aus dem Bett aufzustehen.
Sie lag auf den Seidenlaken, ihr schönes Haar wie Seetang um sie herum ausgebreitet.
Chloe sah Arthur mit glasigen, flehenden Augen an.
„Schatz, lass uns eine Pause machen. Ich bin erschöpft.“
Arthur stützte seine Hände auf beiden Seiten ihres Gesichts ab, seine Augen quollen über vor Zärtlichkeit.
„Chloe, ich werde dich für immer lieben.“
„Ich dich auch.“
Dieses Liebesspiel trug, verglichen mit ihrer üblichen Zärtlichkeit, einen Hauch von Besitzanspruch in sich, als wollte er Chloe für immer an seiner Seite halten.
Chloe war völlig erschöpft und döste gerade ein, als sie etwas Kühles an ihrem Knöchel spürte.
Instinktiv öffnete sie die Augen und sah das Fußkettchen „Träne des Wals“, das nun ihren Knöchel schmückte.
Der blaue Saphir, größer als ein Taubenei, war mit Diamanten in eine filigrane Kette gefasst, die sich in zarten Lagen um ihren Knöchel wand.
Im Licht blitzte der Saphir mit atemberaubender Brillanz auf.
Dies war der hochkarätige Edelstein, der vor einiger Zeit häufig in den Schlagzeilen war. Er wurde für einen zweistelligen Millionenbetrag versteigert und war die einzigartige „Träne des Wals“.
Arthur schloss sorgfältig den Verschluss, nahm seine Hand aber nicht weg, sondern hielt ihren kleinen, runden Fuß.
„Gefällt es dir?“
Chloe wackelte mit dem Knöchel, wodurch die „Träne des Wals“ sanft schwang. „Ich liebe es.“
Schmuck oder sein Preis waren ihr nicht besonders wichtig.
Arthur gab ihr immer die besten und kostbarsten Dinge.
Er legte sich hinter sie und schlang seine Arme um ihren Körper.
„Ich bin froh, dass es dir gefällt. Als ich die Auktionsankündigung sah, habe ich mir extra einen halben Tag freigenommen, um diese Kette für dich zu ersteigern.“
„Du bist so gut zu mir, Schatz.“
Chloe war bereits tief schläfrig und schlief sofort ein, nachdem sie gesprochen hatte.
Sie bemerkte weder den intensiven Besitzanspruch in Arthurs Augen, noch hörte sie seine geflüsterten Worte.
„Auch ohne Kinder werde ich dich für immer lieben. Verlass mich nicht, Chloe …“
Am nächsten Morgen.
Als Chloe aufwachte, war Arthur verschwunden, aber ein Glas warmes Wasser stand auf dem Nachttisch.
Seine unerschütterliche Gewohnheit.
Chloe zog einen Seidenmorgenmantel an, trank das Wasser aus und schlurfte in ihren Pantoffeln nach unten.
Als sie über den Kaschmir-Seiden-Teppich ging, bemerkte sie mehrere Geschenkboxen, die bereits im Wohnzimmer arrangiert waren.
Die Haushälterin, die gerade sauber gemacht hatte, sprach sofort, als sie Chloe wach sah.
„Mrs. Williams, Sie sind wach. Das sind die neuesten Designerstücke, die Mr. Williams aus der Branche hat liefern lassen.“
Chloe nickte. „Ich sehe schon.“
Sie stieg die Treppe hinunter, öffnete beiläufig eine Schachtel und betrachtete den exquisit gestalteten Schmuck darin mit einem Hauch von Nostalgie.
Obwohl sie die Designwelt vor Jahren verlassen hatte, ließ Arthur ihr immer wieder neue Kreationen anderer Designer schicken.
Unbewusst legte sie ihre Hand auf ihren Bauch, ihre Augen voller Hoffnung und Erwartung.
Dieses Mal musste sie schwanger werden.
Arthur hatte so lange gewartet.
Es war an der Zeit, dass sie ein eigenes Kind bekamen.
„Bitte bringen Sie das alles in mein Zimmer.“
Chloe schob ihre Gedanken beiseite, doch kaum hatte sie ausgesprochen, meldete sich ihr Handy mit einer neuen Nachricht von ihrer Halbschwester Avery Scott.
Es war ein Schwangerschaftstestbericht.
Gefolgt von spöttischen Worten: [Chloe, ich bin schwanger. Willst du raten, wer der Vater ist?]
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