
Die Tribrid-Gefährtin des Alpha-Königs
Author Emma · Abgeschlossen · 156.3k Wörter
Einführung
Das ist Nicolette. Ein Monster, das vor der Welt verborgen bleiben muss. Eine Hexe. Ein Vampir. Ein Werwolf. Alles in einer Person. Solche Macht in einer so kleinen Gestalt.
Nicolette hat nie gedacht, dass sie eine Chance auf einen Gefährten hat. Ihr Wolf hat sie 683 Jahre lang nie damit belästigt und sie hat nie danach gesucht. Sie bleibt verborgen. Will niemals gefunden werden.
Das wahre Monster.
Der mächtige Alpha-König. Malcom.
Er hat nach 728 Jahren nie einen Gefährten gebraucht, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Warum also danach suchen.
Was passiert, wenn sie zufällig aufeinandertreffen?
Wird es wie jede Liebesgeschichte sein?
"Wer zum Teufel glaubst du, dass du bist," knurrte er mich an.
Ich ließ ein kleines Lachen hören, "das willst du gar nicht wissen."
Kapitel 1
Nicolette wurde 1336 geboren. Sie ist 683 Jahre alt und eine Waise. Ihr Vater ist ein Hybrid aus Werwolf und Vampir. Seine Gefährtin ist ihre Mutter, eine reinblütige Hexe. Das macht Nicolette zur Hälfte zu einer Hexe und die andere Hälfte ist eine Mischung aus Vampir und Werwolf. Sie wird gerne Nicole genannt.
Wenn ich von Caniden spreche, beziehe ich mich auf Werwölfe, und wenn ich von Reißzähnen spreche, beziehe ich mich auf Vampire.
Augen
Werwolf – Golden
Werwolf & Vampir – Orange
Vampir – Rot
Vampir & Hexe – Lila
Hexe – Blau.
Werwolf & Hexe – Grün
Wenn Nicolette alle drei Seiten zum Vorschein bringt, sind ihre Augen Silber.
Werwölfe leben in Rudeln.
Hexen und Vampire leben beide in Zirkeln, man muss also aus dem Kontext erschließen, von wem ich gerade spreche.
Sie hat eine Wölfin, in die sie sich verwandeln kann.
Hexen haben zwei Arten, wie sie Zauber wirken können. Schwierigere Zauber erfordern es, sie laut auszusprechen. Manchmal reicht für einfache Zauber eine bloße Handbewegung.
Ihre Kräfte sind alle verstärkt.
Werwolf
Verwandlung
Schnelligkeit
Beweglichkeit
Stärke
- mehr
Hexen
Kräfte
Vampir
Geschärfte Sinne
Schneller
Stärker
Trinkt aus Blutkonserven
- mehr
Wenn man zwei ihrer Seiten zum Vorschein bringt.
Kapitel eins:
Perspektive von Nicolette
Ich renne schnell über den Waldboden. Mein schwerer Atem war in der kühlen Winterluft zu sehen. Ich spürte die Kälte auf meiner Haut, während ich weiterlief. Ich hörte ihre Pfoten auf dem Boden. Ich hörte ihr schweres Atmen, während sie mich jagten.
Ich blieb stehen und beobachtete sie langsam. Ich studierte ihre Bewegungen und hob meine Hände in ihre Richtung. Ich murmelte einen Zauber und sie hielten in der Bewegung inne. Ich hörte, wie ihre Knochen zu knacken begannen, als ich anfing, sie zur Rückverwandlung zu zwingen.
Meine Augen begannen blau zu leuchten und sie lagen vollständig zurückverwandelt auf dem Boden. Ich hörte, wie sie ein Knurren ausstießen.
„Was zur Hölle bist du?“, knurrte der Erste. Ich ließ meine Hände sinken und gab sie frei; sie rannten auf mich zu und versuchten, mich zu packen. Mich mitzunehmen. An mir herumzuexperimentieren.
Ich packe beide an ihren Hälsen und schleudere sie gegen zwei Bäume. Sie stießen ein Keuchen aus, als sie versuchten, Luft zu holen. Ich lasse meine Augen orange aufleuchten, während ich sie fester gegen den Baum drücke.
„Ich hasse es wirklich, das zu tun, aber ich darf nicht zulassen, dass jemand von mir erfährt“, sage ich. Ich lasse einen von ihnen fallen und breche dem Ersten mit meiner Vampirstärke das Genick, und dann breche ich schnell das des anderen.
Ich stieß den Atem aus, als beide Körper schlaff zu Boden fielen. Ich hasste es schon immer, das zu tun, aber ich kann nicht zulassen, dass jemand von mir erfährt. Meine Kraft war erschöpft und ich fühlte mich ausgelaugt. Mein Haus war etwa eine Meile von hier entfernt.
Ich spürte, wie meine Wölfin darum bettelte, freigelassen zu werden. Es war etwa eine Woche her, seit ich sie das letzte Mal herausgelassen hatte, also gab ich nach. Ich mag es nicht, sie herauszulassen, und das weiß sie. Ich kann ihren Geruch leicht verbergen, wenn ich in meinem eigenen Körper bin, aber wenn sie sich verwandelt, kann ich meine Kräfte nicht einsetzen.
Das zieht andere Wölfe an. Ich bin kein Teil eines Rudels, aber ich wurde auch nicht aus einem Rudel verbannt, also rieche ich wie ein ganz normaler Wolf. Meine Dämonin ist schwerer zu verbergen. Sie will immer raus und verlangt nach frischem Blut, aber ich beschränke mich auf Blutkonserven.
Meine Hexe ist offensichtlich, aber ich kann leicht als Mensch durchgehen. Ich lasse meine Wölfin nach vorne treten und aus dem Käfig aus Fleisch ausbrechen. Sie kommt freudig heraus und streckt sich. Sie wälzt sich ein paar Mal im Dreck und lässt ihr Fell schmutzig werden.
„Lass uns von hier verschwinden, bevor ihr Rudel nach ihnen sucht“, sagte ich zu ihr. Sie stand schnell auf und begann zu schnüffeln.
Sie drehte sich um und rannte nach Westen. Sie flitzte durch die Bäume. Genoss den Winterwind, der durch ihr Fell strich. Ich konnte spüren, dass bald Schnee kommen würde. Ich muss meine Kräuter holen, bevor sie alle erfrieren.
Meine Wölfin genoss jedes bisschen Freiheit, das sie bekam. Sie holte nie unsere Dämonin für zusätzliche Geschwindigkeit hervor. Sie mochte es, ihre eigene Kraft zu haben. Ihre eigene Schnelligkeit. Es ist schwer, eine Dämonin und eine Wölfin zu haben. Immer ein Kampf um Dominanz.
Ich halte sie immer im Gleichgewicht. Nutze die gleiche Menge an Kraft und Stärke. Keine ist stärker als die andere. Ich trainiere gleichermaßen mit ihnen. Meine Zauberkräfte hingegen überragen sie.
Meine Stärke mit meinen Kräften ist tadellos. Ich könnte für eine reinblütige Hexe gehalten werden. Meine Mom hat mich viel trainiert, bevor sie starb. Mein Dad hat mir geholfen, meine Dämonin und meine Wölfin zu kontrollieren.
Meine Wölfin kam an eine große Lichtung und meine Wölfin wurde langsamer. Ich fand meine Kleidung problemlos hinter einem Baum und verwandle mich wieder in meine menschliche Gestalt. Ich zog meine Kleidung an und trat durch die Unsichtbarkeitsbarriere.
Mein kleines Häuschen kam in Sicht. Mein kleiner Garten begann zuzufrieren.
Ich sprach einen schnellen Zauber und der Frost darauf begann, sich in kleine Wassertropfen zu verwandeln.
Ein komplizierter Zauber verbirgt mein Zuhause. Ich lebe hier seit 500 Jahren und niemand hat es gefunden. Ich ziehe nicht gerne um. Wenn jemand die Weide betritt, wird er nur ein Feld aus Gras sehen.Es gibt ein Werwolfrudel hier in der Nähe, aber ich halte mich von ihnen fern. Vampir- oder Hexenzirkel sucht man in dieser Gegend vergeblich. Nur ab und zu kommen ein paar Streuner hier durch. Die Barriere kann ohnehin nur ich passieren.
Meine Wölfin war nach ihrem Lauf zufrieden. Sie denkt ständig an Gefährten, hat mich aber nie wirklich angefleht, einen zu finden. Ich öffnete die Tür und erinnerte mich sofort daran, dass ich noch Kräuter besorgen musste.
Ich seufzte und schloss die Tür. Dann ging ich zur Küchenzeile und nahm die Liste, auf der ich alles notiert hatte. Das meiste war für Zauber, einiges aber auch zum Kochen.
Ich überflog die Liste und stöhnte auf. Die meisten dieser Kräuter wuchsen ein paar Meilen von meinem Haus entfernt. Ich faltete den Zettel, steckte ihn in meine Rocktasche und ging in mein Zimmer.
Ich griff nach einem kleinen Korb und warf einen Blick auf meinen Kalender. Für den Rest des Monats gab es noch zwei wichtige Daten, die ich mir merken musste. Mein Geburtstag und der Todestag meiner Eltern.
110 Jahre, und so viele weitere liegen noch vor mir. Der 28. November 1446 war gestern, mein eigentlicher Geburtstag. Ich bin nicht mehr gealtert, seit ich 21 geworden bin.
Meine Eltern kamen einen Tag später nach Hause. Sie waren auf einer Reise gewesen, um nach einem neuen Ort zu suchen, an den wir ziehen konnten. Wir hatten den Verdacht, dass jemand hier herumschlich.
Ich wartete draußen auf sie. Wartete darauf, dass sie zurückkehrten und wieder bei mir waren. Im Wald erkannte ich zwei schwache Schatten, und dann tauchten sie mit weit ausgebreiteten Armen auf. Ich rannte ihnen entgegen und warf mich in ihre Arme.
„Alles Gute zum Geburtstag, Liebling“, sagte meine Mutter und schloss mich in die Arme.
„110 Jahre, du bist viel zu schnell erwachsen geworden“, schmunzelte mein Vater. Meine Mutter holte etwas aus ihrer Umhängetasche und reichte es mir. Es war ein Buch.
„All meine Zauber aus der Zeit vor und nach deiner Geburt“, erklärte meine Mutter. Ehrfürchtig blätterte ich durch die Seiten. All die Zauber meiner Mutter. Ich steckte das Buch in meine Tasche und dankte ihnen.
In der Ferne hörte ich ein Heulen, und unsere Köpfe ruckten gleichzeitig hoch. Die Mienen meiner Eltern wandelten sich von glücklich zu besorgt. Ich sah, wie Hunderte von Wölfen aus dem Wald auftauchten. Ihre Gerüche überwältigten meine Sinne.
„Nicole, ich will, dass du sofort in die entgegengesetzte Richtung läufst“, befahl mein Vater. Ich sah ihn an, als wäre er verrückt geworden.
„Nein, ich bleibe hier. Ich kann helfen“, sagte ich ihm. Er stieß ein frustriertes Knurren aus, während die Wölfe näher kamen.
„Nicolette Dawn Knight, ich schwöre dir, wenn du nicht verschwindest, werde ich dich dazu zwingen“, knurrte er erneut. Seine Augen leuchteten orange auf – ein Zeichen dafür, dass sein Dämon und sein Wolf zum Vorschein kamen.
Ich starrte ihn mit aufgerissenen Augen an, während die Wölfe immer näher rückten.
„Nicole, lauf!“, schrie meine Mutter mich an. Mein Atem stockte. Ich drehte mich um und rannte los. Meine Wölfin winselte in meinem Kopf. Sie wollte, dass ich blieb und für meine Familie kämpfte, doch diese Befehle stammten von zwei sehr mächtigen Personen.
Ich blickte zurück und sah, wie die Wölfe über meine Familie herfielen. Ich schrie auf, rannte aber unermüdlich weiter.
Die Erinnerung ließ mich schniefen, und ich seufzte. Meine Finger glitten über den Rahmen des einzigen Fotos, das ich nach meiner Rückkehr noch hatte finden können.
Ich nahm meine Stiefel vom Schuhregal in der Ecke meines Zimmers und zog die Reißverschlüsse hoch. Ich schloss die Tür ab und trat über die Unsichtbarkeitsbarriere nach draußen. Als ich mich umwandte, war mein Haus verschwunden.
Ich musste diese Kräuter schnell finden, bevor es dunkel wurde. Ich murmelte einen Zauberspruch, und links von mir begannen sich die Blätter auf dem Boden zu regen.
Ich ließ meinen Dämon an die Oberfläche und rannte durch den Wald. Die Bäume zogen nur noch als verschwommene Schemen an mir vorbei. Ein Baum tauchte direkt in meinem Weg auf. Ich sprang in die Luft und klammerte mich an einen dicken Ast.
Ich schwang mich von Ast zu Ast und genoss den Fahrtwind. Tief unter mir entdeckte ich die Kräuter, die ich suchte. Ich ließ los, stürzte in die Tiefe und landete federnd auf den Füßen. Ich atmete tief aus und strich meinen Rock glatt.
Ich sah mich auf der kleinen Lichtung um und entdeckte zwei der sieben Kräuter, die ich brauchte. Ich hob die Hand in Richtung der Pflanzen und spürte, wie sich meine Augen blau färbten. Die gesunden Pflanzenteile trennten sich wie von selbst von den Stängeln und schwebten in meinen Korb.
Ich drang tiefer in den Wald ein und wiederholte den Vorgang bei den restlichen Pflanzen. Da mir noch ein letztes Kraut fehlte, streifte ich noch ein wenig weiter durch den Wald.
Ich stieß auf ein paar Beerensträucher und pflückte einige davon. Ich sammelte ganze Hände voll, legte sie in meinen Korb und ging weiter.
Hinter mir hörte ich ein leises Blätterrascheln. Ruckartig wandte ich den Kopf und sah einen Mann, der hinter einem Baum hervorlugte. Ein Werwolf. Meine Wölfin knurrte leise. Rasch murmelte ich einen Ablenkungszauber.
Hinter ihm ertönte ein lauter Knall, und er fuhr herum. Blitzschnell schwang ich mich auf den Ast über mir und kletterte noch weiter nach oben. Auf dem Ast hockend, beobachtete ich ihn in aller Ruhe.
Als er sich wieder dorthin wandte, wo ich eben noch gestanden hatte, wirkte er verwirrt. Er sah sich um; die Verwirrung stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.
Er schnaubte leise und ging davon. Er gehörte zum königlichen Rudel. Ich erkannte ihn wieder. Er war einmal über die große Lichtung gestreift, auf der ich lebte. Für ihn sah es so aus, als würde er über eine ganz normale Wiese gehen, während ich beobachten konnte, wie er mitten durch mein Haus lief.
Beta Lucas White. Fast so alt wie ich. 532 Jahre alt. Der Beta von Alpha-König Malcom.
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